Der Erhalt des Niederwildes ist eine der schwierigsten und wichtigsten Herausforderungen der modernen Jagd – und damit auch der Falknerei. Nicht nur die Greifvögel stehen beim VDF im Fokus der Schutzbemühungen, sondern auch die traditionellen Wildarten, die im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft stark abgenommen haben und dabei immer noch Jahr für Jahr an Boden verlieren.

Wir folgen dabei dem Grundsatz der nachhaltigen Nutzung – „Use it or loose it.“ Entgegen ideologischer Ansätze ergibt ein totales Jagdverbot auf Niederwild keinerlei Sinn, da die Besätze von Hase, Rebhuhn und Co. nachweislich dort am stärksten sind, wo sie noch moderat bejagt werden. Denn die vielfältigen Hegemaßnahmen, die Jäger und Falkner für die gefährdeten Arten der Feldflur implementieren, würden bei einem totalen Jagdverbot wegfallen. Wenn engagierte Praktiker z.B. einen Hasenbesatz von 10 Ind./100ha im Herbst auf 50 Ind./100ha im Herbst steigern, muss ihnen der Gesetzgeber den Nachmittag gemeinsamer Jagd und Ernte einräumen, an dem dann nachhaltig eine durch vorherige Zählung ermittelte Anzahl Hasen erlegt wird. Der Zuwachs des Besatzes bleibt stets größer als ohne Jagd und Jäger!

Daher strebt der VDF in seinen Projekten eine breite Zusammenarbeit aus Jägern, Falknern, anderen Naturschützern, Verbänden, Behörden und der Landwirtschaft an, um das Bestmögliche im Sinne des Niederwildes zu erreichen.

Rebhuhnpaar im Frühling

Jungfasane