Änderung der Bundeswildschutzverordnung

von Verband deutscher Falkner

Am Freitag, den 8. Juni 2018, hat der Deutsche Bundesrat der Änderung der Bundeswildschutzordnung zugestimmt. Mit dieser Änderung ist auch die Aufnahme des Sperbers, der traditionell in der Falknerei eingesetzt wird, verbunden. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung im Hinblick auf die Bewahrung des Kulturerbes Falknerei. Gerade im Osten des geteilten Deutschlands fand neben dem Habicht im besonderen Maße auch der Sperber Verwendung für die Beizjagd. Mit dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland und der damit verbundenen neuen rechtlichen Situation, war der Pflege der besonderen Tradition der Beizjagd mit dem Sperber ein abruptes Ende gesetzt. Damit hat sich der VDF jedoch nie zufrieden gegeben. Deshalb haben wir diese Thematik auf die Tagesordnung des diesjährigen Verbändetreffens in Fulda gesetzt. Kurze Zeit vor dem Treffen wurde die ohnehin anstehende Änderung der Bundeswildschutzverordnung durch das BMEL bekannt gegeben. Gemeinsam mit DFO und ODF haben wir unsere Zielsetzung und unser Bemühen miteinander abgestimmt, damit eben diese Tradition wieder gelebt und weitergetragen werden kann. Die drei Verbände der Falknerei DFO, ODF und VDF haben eine verbandsübergreifende Arbeitsgruppe gebildet und beantragt, dass die Haltung des Sperbers für Inhaber eines Falknerjagdscheines in die Bundeswildschutzverordnung aufgenommen werden sollte.
Dies ist nun durch die Zustimmung des Bundesrats erfolgt. Ein bemerkenswerter Meilenstein zur Erhaltung der Vielschichtigkeit des immateriellen Kulturerbes Falknerei.

Mein herzlichster Dank gilt all denjenigen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Herzliche Grüße und Falknersheil
Torsten Hamberger

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